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Die glückliche Welt

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Dieses tolle Wochenende konnte nicht besser zu Ende gehen: Die Eintracht hat die Engländer, um genauer zu sein Chelsea, als Verlierer nach Hause geschickt. Ist ja noch nicht so lange her, dass die Engländer von der deutschen Nationalmannschaft als Verlierer nach Hause geschickt wurden, jetzt hat es auch die Eintracht gemacht – doch zurück an den Anfang.

Freitag ging es los mit einem Besuch beim Frisör. 30 Minuten und ein paar Lacher, sowie Spaß später habe ich den Laden mit einen sehr schicken Kurzhaarschnitt verlassen.

Samstag war dann unsere Gartenparty angesagt: Fleisch vom Grill, Salat aus dem Garten, Eingelegtes aus Italien und  Wein aus dem Rheingau. Sogar das Wetter spielte mit. Endlich wieder über 30 Grad und mehr Sonne als Wolken. So nutzte ich mein Mittagsschläfchen nicht nur zur Erholung, auch mein Teint wurde wieder aufgefrischt.

Sonntag war dann erstmal ausschlafen angesagt. Voll ausgeruht und tiefenentspannt machte ich mich dann mit Thomas und Joost vom Südbahnhof, mit dem Bus, Richtung Waldstadion auf (nur das Bier für die Busfahrt fehlte) und damit bin ich wieder am Anfang meines Beitrags.

Das Freunschaftsspiel zwischen der Eintracht und Chelsea war, bis auf wenige Minuten, eher ein müder Kick. Chelsea machte zeitweise den Eindruck ohne Motivation und Lust auf den Feld zu stehen. Die Eintracht war im Gegensatz zu Chelsea richtig motiviert und scharf auf den Sieg. Gewitzt und frech präsentierte sich die Eintracht. Wirkliche Torchancen erspielten sich allerdings beide Mannschaften nicht. Aber das Mindestziel wurde erreicht: Die Eintracht siegte mit einen Tor mehr gegen Chelsea, fast hätten es sogar zwei sein können – doch Halil scheiterte an sich selber und zielte auf den Chelsea-Abwehspieler anstelle vom leeren Tor.

1:0 Ochs (25. Minute)
1:1 Lambard (64. Minute)
2:1 Altintop (83. Minute, Foulelfmeter)

Nicht nur die Chelsea war heute zu Besuch in Frankfurt, auch Wladimir Klitschko schaute sich schon vorab die Stätte seines Kampfes (am 11. September 2010) an- und drückte der Eintracht die Daumen.

Ich kann kaum noch schlafen vor Aufregung (OK, es ist übetrieben!). Der Grund dafür steht schon in der Überschrift: Die Eintracht trifft am Sonntag  auf Chelsea.

Das Freundschaftsspiel geht um 16:30 Uhr im Waldstadion los. Wurde auch langsam Zeit, mein letzter Besuch im Stadion ist schon eine Weile her. Nur schade, dass Ballack nicht mehr bei Chelsea spielt. Und wenn ich schon bei Ballack bin, schwirrt mir Leverkusen – sein neuer Verein – durch den Kopf und das Traumtor von Ciao:

Unglaublich wie ich mich auf die Saison 2010/2011 freue. Und ich bin (fast) davon überzeugt, dass die Eintracht mich dieses Jahr nicht enttäuschen wird.

Mein Tipp: Die Eintracht wird am Ende der Saison international spielen…

“Unglaublich, die Clubs von heute”, meint der ältere Taxifahrer zu mir.

“Ich arbeite schon seit unzähligen Jahren als Taxifahrer in Frankfurt und immer öfters höre ich Geschichten, dass sogar hübsche Mädels nicht in die Clubs reinkommen. Gerade eben hatte ich solche Zwei. Jung, blong, kurze Röckchen und flache Schuhe. Und wegen den Schuhen sind sie in einen Frankfurter Club nicht reingekommen. Ohne High-Heels, kein Eintritt, meinte der Türsteher zu ihnen.”

Und bevor ich antworten konnte war ich dann auch schon an mein Ziel angekommen.

Vielleicht haben die jungen, blonden Frauen auch nur das falsche Lokal oder Party aufgesucht…

Auf den Weg vom Qype-Event in Fechenheim wollte ich über Offenbach nach Sachsenhausen fahren, doch die Fahrt dauerte keine 15 Minuten und endete sehr apprupt:

Gleich nach der Carl-Ullrich-Brücke bin ich Richtung Nordring abgebogen und wollte auf den Radweg. Was auch nicht problematisch hätte sein sollen. Die Betonung liegt auf “hätte”, denn um auf den Radweg zu kommen muss man ein ca. 20 Zentimeter hohen, mit KEINER flachen Kante, Randstein überqueren. Und gerade bei Dunkelheit, kurz vor Mitternacht, ziemlich schnell unterwegs ist die Reaktionszeit ein wenig eingeschränkt, auch wenn ein gutes Licht am Rad ist.

Rad gerade gestellt, voll in die Eisen gegangen, Vorderrad noch heil über Randstein gelupft und schon gab es einen lauten Knall! Das Hinterrad hatte vollen Kontakt mit dem Randstein. Mein erster Gedanken war ein Platten und siehe da, ca. 10 Meter weiter musste ich dann stehen bleiben.

Bis zum MTW schob ich mein Rad und dann war mein Glück im Unglück da: Ein Großraumtaxi mit Frankfurter Kennzeichen lud gerade zwei Mädels vor dem MTW aus. Kurz gefragt ob er mich und mein Rad nach Frankfurt mitnimmt, vereinbart dass wir uns ein paar Meter weiter Richtung Straßen treffen damit die Offenbacher Taxifahrer kein Stress machen und ca. 15 Minuten später war ich dann auch daheim.

Heute wechselte ich dann auch gleich den Schlauch und begutachtete den Schaden. Der alte Schlauch hat zwei Schnitte, jeder mit einer Länge von ca. einen Zentimeter (siehe dazu das Bild, um den Schaden besser zu zeigen, habe ich eine Schraube durch die zwei Schnitte geschoben).

Ende der Geschichte: 13 EURO für das Taxi, sieben EURO für ein neuen Schlauch, ca. 30 Minuten Arbeit für den Schlauchwechsel und ein Achter in der Felge.

Und schon wieder ein Grund mehr Offenbach nicht zu mögen!

“Die Zeit für mein Bericht ist zwar abgelaufen, aber egal, sollen sie mich rausschmeißen, ich zeige Ihnen die Szene bis zum umfallen”, O-Ton von Jörg Dahlmann.

Nur schade, dass ich Jay-Jay nicht kennenlernen durfte…

Der Himmel über Frankfurt wechselte in wenigen Minuten von blau zu weiß, um nur ein paar Augenblicke später von grau in schwarz zu überspringen.

Es war nur eine Frage der Zeit bis ein Gewitter die Frankfurter Luft wieder klären würde. Für einige Menschen war dieses Gewitter eine Erleichterung: die Temperatur ist kurzfristig runter gegangen und die Luft fühlt sich kühler an (doch nach dem Gewitter ist die Luftfeuchtigkeit um einges gestiegen, was ich persönlich unangenehmer als Hitze finde).

Für mich ist ein Gewitter ein Naturschauspiel der Extraklasse: Blitz, Donner, Wasser und die unbändige Kraft der Natur. Doch nicht nur das Gewitter selber ist eine Wonne, auch die Farben danach sind unvergleichbar schön. Der Himmel wechselte auch hier innerhalb von wenigen Minuten die Farbe: von schwarz in ein glutrot glühenden Himmel.

Leider hatte ich meine Spiegelreflexkamera nicht dabei und so musste heute mein iPhone herhalten um diese unbändige Kraft in Bild und Ton einzufangen. Auch wenn die Qualität der Bilder (und dem beigefügten Video) nicht meinem normalen Standard entsprechen, vermitteln sie doch ganz gut wie der heutige Abend war.

Vorab: die Eintracht steht gut da, auf Papier! Es war eine der besten Saison überhaupt und der neue Trainer hat die Mannschaft in eine neue Richtung gelenkt. Man könnte auch behaupten er hat der Mannschaft ein Ruck gegeben.

Doch dieser große Ruck scheint vor ein paar Wochen verloren gegangen zu sein! Es war kurzfristig die Rede von einem sechsten Platz, es durfte geträumt werden (es war ein tolles Gefühl) und doch war die Realtität mehr als präsent. Vor allem wenn man gegen Mannschaften, die im unteren Tabellenfeld spielten bzw. abgestiegen sind, nicht mehr als ein Unentschieden, nein, sogar Niederlagen (vor heimisch Publikum) nach Hause brachte.

Bis vor wenigen Tagen träumte ich von einen einstelligen Tabellenplatz und vor den Mainzer die Saison zu beenden. Beides wurde mir genommen. Die Mainzer, letztes Jahr noch zweite Liga, haben den Platz der Eintracht eingenommen: einstellig und vor der Eintracht.

Ich will es so formulieren: die Eintracht hat mich träumen lassen um am Ende wieder alles zu zerstören. Die Eintracht war Mittelfeld und ist Mittelfeld! Schade, es hat sich (noch) nichts geändert.

Ich bin nicht mal böse, dass die Eintracht gegen Wolfsburg verloren hat. Ich habe es sogar erwartet!

In diesem Sinne: Die neue Saison 2010/2011 steht bald wieder vor der Tür und die Eintracht lässt bestimmt wieder ein paar schöne Momente zu!

Vor ca. einem Jahr musste ich das Konzert “Invaders Must Die” von The Prodigy in München wegen Kartenknappheit ausfallen lassen – was ziemlich weh tat, vor allem wenn man die positive Resonanz aus der Presse durchging.

Wie das Schicksal so will, entdeckte ich gestern in einer Zeitschrift, dass The Prodigy am 28. Mai 2010 in Frankfurt (Jahrhunderthalle) einen Zwischenstopp  machen. Kaum war ich mit dem Artikel durch und schon hatte ich meine Karten bestellt!

“Invaders Must Die” ist schon derb geil, und jetzt die Jungs auch noch LIVE in Frankfurt erleben – Musikherz, was willst Du mehr?

Ich freue mich schon wie ein kleines Kind auf das Konzert und die Oropax stehen auch schon bereit…

Tja, zum gestrigen Spiel fällt mir nichts mehr ein!

Die letzten vier Gegner waren keine (wirklich) hochklassische Mannschaften. Trotzdem hat die Eintracht es nicht geschafft das Maximum, zwölf Punkte, aus diesen vier Spielen zu holen. Es reichte gerade mal für zwei Punkte:

  • Mönchengladbach => Niederlage
  • Herta BSC => Unentschieden (daheim)
  • Mainz => Gerade mal so ein Unentschieden gerettet (obwohl die Eintracht 2:0 und 3:2 führte)
  • Hoffenheim => wieder mal eine Niederlage.

Da fallen mir keine Worte mehr ein!

Doch ein paar tolle Momente gab es diesem Bundesliga-Samstag auch: Die Schalker haben (mal wieder) versagt und werden nicht mehr Meister und Mainz schaffte nur ein Unentschieden.

Zwei Ziele bleiben mir als SGE-Fan noch: die Saison vor den Mainzern zu beenden und doch noch ein Sieg, auch wenn nicht vor heimischen Publikum. Doch der letzte Gegner, Wolfsburg, wird es der SGE (und mir) bestimmt nicht einfach machen…

Zwei Wochen lange habe ich über die Eintracht geschwiegen, doch jetzt reicht es!

Mit zwei Toren Vorsprung führt die Eintracht und schafft es noch – gerade mit viel Glück – ein 3:3 Ausgleich gegen Mainz nach Hause zu bringen.

Wie gegen die Herta habe ich es mir erspart das gestrige Spiel in einer Kneipe anzuschauen – das Wetter war einfach zu gut dafür. So habe ich das Spiel beim sonnen über das iPhone mit der App 90elf (Link führt direkt zu iTunes) verfolgt. Die ersten 30 Minuten waren ja noch cool, doch danach habe ich nur noch Aristide Bancé und Frankfurter 16 Meter Raum gehört.

OK, so gut war die Eintracht schon seit Jahren nicht mehr und das sollte ich auch würdigen. Doch die Eintracht könnte noch besser da stehen, wenn die Jungs konzentrierter auf den Feld stehen würden. Eine 2:0 und eine 3:2-Führung sollte man auch nach Hause retten können und sich nicht noch in den letzten Minuten noch (fast) eine Niederlage einfangen!

Es hätte ein fast perfektes Wochenende werden können: Garten, sonnen, chillen, grillen und ein Eintrachtsieg. Verlange ich zu viel?