Frankfurt

Geld schläft nicht…

Gestern Abend war ich im neuen Film von Oliver Stone ‚Wallstreet – Geld schläft nicht‘ (der Nachfolger von Wallstreet von 1987) mit Michael Douglas.

Wie soll ich es sagen – der Film war nicht schlecht, aber nicht das was ich erwartet hatte.

Ich bin mehr von der Action auf dem Parkett (wie im ersten Teil) ausgegangen, mehr geldgeile Broker und Stretereien. In diesem Film ging es mehr um heiraten, Familien wieder zusammen bringen, Schwangerschaften, ein paar (wenige) geldgeile Broker und ein Happy End (gibt es auch Hollywoodfilme ohne Happy End?). Es gibt trotz allem ein paar coole Momente, wie Charlie Sheens Kurzauftritt (war im ersten Teil von 1987 der Hauptdarsteller) oder ein paar interessante Sprüche (Dumbai als Anspielung auf Mumbai).

Im großen und ganzen ist ‚Wallstreet – Geld schläft nicht‘ empfehlenswert und ideal für ein Kinoabend. Allerdings nur wenn man nicht mit den Erwartungen aus dem ersten Teil ins Kino geht (was ich gemacht habe)…

In der Batschkapp mit der Familie Winston…

Gestern Abend war ich beim Konzert von Charlie Winston in der Batschkapp und um es kurz zu machen: Es war mit Abstand eines der besten Konzerte (wenn nicht sogar das beste Konzert), welches ich besucht habe.

Vashti, die Schwester von Charlie,  machte den Anfang als Vorband. Sie hat eine tolle Stimme und ist hübsch anzuschauen, doch mein Geschmack war die Musik nicht.

Um 22 Uhr ging es dann endlich mit dem Hauptakt los. Charlie startete gleich mit „Like a Hobo“ und die Stimmung in der Batschkapp fing an zu kochen. Weitere Lieder aus seinem aktuellen Album „Hobo“ folgen und auch ein neues Lied (dabei ging es um Naturschutz und Erhalt unserer Erde). Die gute Stimmung zog sich das ganze Konzert durch und wurde auch durch einen Abstecher von Charlie runter ins Publikum aufgeheizt. Ein kleiner Gitarrenpatzer und ein unfreiwilliger Mikrofonflug vom Mikroständer bestätigten, dass kein Playback im Spiel war (was allerdings vom ersten Lied an klar war).

Zur Zugabe holte Charlie dann seine ganze Familie auf die Bühne: Der Vater (Gitarre), der Bruder (Schlagzeug) und die Schwester gaben ein Stück Countrymusik von sich. Nach dem Lied holte sich Charlie die Bühne wieder zurück und spielte noch ein paar seiner Hits.

Ganze zwei Stunden später war dann ein absolut toller Abend, mit einen absolut tollen Künstler zu Ende – einfach nur toll!!!

Leider sind die Bilder nicht gut geworden (weit weg von der Bühne und der Akku war leer):

House Running…

Ich stehe an der Kante, schaue zwischen meinen Schuhe durch, 100 Meter geht es steil nach unten, ich atme noch mal kurz durch, kaum habe ich mich gefragt was ich hier oben mache, schießt eine Portion Adrenalin durch mein Körper und schon stehe ich parallel zum Boden.

Ein kräftiger Schuß Adrenalin wird nochmals durch mein Körper gejagt, ein breites Grinsen macht sich breit und ein unbeschreiblich geiles Gefühl breitet sich in mir aus.

Ich bin schon in Südafrika am Strand gelaufen, auch den Hyde-Park in London habe ich schon unsicher gemacht und nicht zu vergessen meine Laufeinlange auf einer verwinkelten und gut befahreren Landstraße in Südfrankreich – doch eine Wand bin ich bis letzten Samtag noch nie runter gelaufen. Und ich habe gleich mit der höchsten Wand Deutschlands angefangen! 100 Meter ging es mit einen Seil gesichert das Holiday Inn in Sachsenhausen senkrecht runter.

Seit Samstag bin ich süchtig danach und ich will, nein, ich muss wieder da hoch und die Wand runter. Ich kann mich an den Bildern nicht satt sehen, und ich möchte sie euch nicht vorenthalten:

Eindrücke von der Frankfurter Buchmesse 2010

Bei traumhaften Wetter habe ich auch dieses Jahr die  Frankfurter Buchmesse besucht.

Leider habe ich vom Ehrengast Argentinien kaum was mitbekommen (mag auch daran gelegen haben, dass im Freigelände keine Show oder ähnliches aufgeführt wurde), was trotzdem kein Beinbruch war, da auch so genug Abwechslung geboten wurde: Sei es Politiker, Gäste und Autoren oder einfach nur die Millionen von Bücher.

Und gerade weil es so viel Bücher auf einer Buchmesse gibt, habe ich mich bei den Bildern mehr auf andere Objekte beschränkt:

Sonnenuntergang…

Der Oktober ist so, wie der August hätte sein sollen: warm und sonnig.

Davon habe  ich allerdings zur Zeit nicht viel, da ich immer noch nicht 100% fit bin und außerdem auch noch unendlich viel Arbeit auf meinen Schreibtisch ‚ruht‘ (genau das richtige Wort, ruht!).

Doch dafür entschädigt der ungetrübte und freie Blick auf einen traumhaften Sonnenuntergang über die A648. Blaue Wolken, roter, wie Feuer glühender, Sonnenuntergang und die schwarze Autobahn am Boden – tolle Farben Leider hatte ich nur mein iPhone dabei:

Ich bin kein SGE-Fan mehr!

Das ist wohl die Höhe und der berühmte Tropfen, der bei mir den Faß zum überlaufen gebracht hat:

<…Nach dem erlösenden Erfolg haben sich die Frankfurter Spieler übrigens dieses Mal das Bad in der Fankurve gespart. Mit voller Absicht. „Die Mannschaft war sehr enttäuscht, wie sie nach der Niederlage gegen Freiburg behandelt wurde“, sagte Skibbe stellvertretend für sein Team. Vor einer Woche setzte es nach dem 0:1 ein ordentliches Pfeifkonzert. „Da sind außerdem harte Worte gefallen“, erzählte Skibbe. „Die Mannschaft ist zu Unrecht abgestraft worden, deshalb haben wir darauf verzichtet, die Welle zu machen.“…> (Interview aus der Frankfurter Rundschau, 26/10/2010).

Das ist wohl keine Art von Profispieler! Wenn ich eine schlechte Leistung liefere muss ich mich nicht wundern, wenn mein Kunde mich abstraft. Und so sehe ich es auch bei Eintracht: wenn sie eine schlechte Leistung liefern, müssen sie dazu stehen können und nicht die beleidigte Diva spielen.

In diesem Sinne „Viel Spaß mit einen Fan weniger“. Immerhin spare ich mir jetzt ca. 40 EUR pro Stadionbesuch…

SGE: Jungs, ich bin von euch enttäuscht!!!

Nein, am Ergebnis lag es diesmal nicht, denn die Eintracht hat es geschafft zwei Tore zu schießen und die Nürnberger mit null Toren nach Hause zu schicken.

Nein, es lag auch nicht am Spiel selbst – obwohl es zeitweise höllisch langweilig war und die ersten 15 Minuten der zweiten Halbzeit zum Haare raufen waren. Es fehlte nicht viel und die Nürnberger hätten den Ausgleich geschosschen. Die restliche Zeit der zweiten Halbzeit war eher Stehfußball, doch die Leistung reichte noch für ein zweites Tor.

Meine Enttäuschung kommt vom Verhalten der Eintracht-Jungs! Nach dem Sieg haben die sich kaum benüht in die Fankurve zu kommen und sich bei uns, den Fans, zu bedanken – und mit uns ein paar Minuten zu verbringen. Bis auf ein paar Winkeinheiten und kurzes Klatschen kurz vor der Mittelfeldlinie war nichts von Dankbarkeit an den Fans zu sehen.

Das ist wirklich die unterste Schublade!

Vor allem nach dem Aufruf des Trainers: „Brauchen jetzt die Fans!“ (Link zum Interview) hätte die Fans mehr verdient: „Brauchen jetzt die Spieler! Um mit diesen den Sieg zu feiern…“, zum Beispiel.

Ich mache mal gute Miene zum bosen Spiel (der SGE-Jungs) und freue mich über die nächsten drei Punkte – fehlen nur noch 44 Punkte zum gesetzten Ziel.

Ein paar Eindrücke aus dem Stadion habe ich auch mitgebracht:

SGE: Die nächste Nullnummer…

Und die nächste Nullnummer für die Eintracht -2:1 gegen Leverkusen verloren – und ich habe die richtige Entscheidung getroffen.

Anstelle einer persönlichen Nullnummer war ich mit Freunden was essen, ein paar Schoppen trinken, hatte Spaß und habe den Abend genossen.

Am Samstag bin ich im Stadion, die Eintracht spielt gegen Nürnberg. Doch ich spiele wirklich mit dem Gedanken mein Ticket weiterzugeben: das Wetter soll nicht prickelnd werden und was die Eintracht zur Zeit liefert ist auch nicht gerade ein Highlight.

Nein, nein… meine Karte gebe ich nicht weg. Egal wie schlecht die Eintracht noch spielen wird: Einmal Eintracht, immer Eintracht…

Frankfurter Dippemess 2010 – ohne Feuerwerk

Schon seit einer halben Ewigkeit (um genau zu sein, seit ich in Frankfurt wohne) wollte ich die Dippemess fotografieren. Und endlich habe ich es geschafft!

Ich bin kein Fan von der Dippemess, aber nachts sehen die Lichter wirklich toll aus. Vor allem das Riesenrad zeichnet wunderschöne Muster in den Nachthimmel.

Ich hatte noch vor auf das Feuerwerk zu warten, aber es war mir einfach zu kalt, und von Minute zu Minute verging die Lust immer mehr und mehr.

Vielleicht schaffe ich es 2011 auch das Feuerwerk zu fotografieren – und vielleicht ist es dann auch wärmer als dieses Jahr…