Buch

Fasten und rasten im Museum…

Den gestrigen Sonntag habe ich nicht nur damit verbracht nur Tee und Wasser mit Ingwer zu trinken (mittlerweile Tag Nr. Drei), nein, ich bin zum zweiten Mal in die „Not in Fashion„-Austellung gegangen. Wirklich empfehlenswert, vor allem habe ich mich bei meinem zweiten Besuch nur auf ein paar bestimmte Bilder beschränkt.

Nach dem MMK ging es weiter ins ‚Caricatura Museum‘ um die Ausstellung „Rock’n’Roll Fever“ anzuschauen. Einige Bilder sind ganz nett, doch die Geschichten zu den Personen auf den Bildern/ Karikaturen sind sehr interessant (vor allem die von Sammy Davis Jr). Und weiter ging es dann in das Obergeschoss zu den Zeichner der „Neuen Frankfurter Schule“ – immer wieder ein Genuss und auf alle Fälle ein Besuch wert – sehr schön sind die Zeichnungen zu Nietzsche.

Um den Sonntag dann noch perfekt(er) zu beenden, habe ich mir auch noch ein neues Buch gegönnt – und gleich angefangen zu lesen: Die klassische Anmache von Bernd Fritz.

Letztes Jahr war ich bei der Vorlesung, und Vorstellung vom Buch, im Klabunt und ich wollte mir immer das Buch kaufen. Doch im Sprichwort „Aus den Augen, aus dem Sinn“ steckt viel Wahres, und so vergingen einige Monate bis das Buch endlich Bestandteil meiner Sammlung wurde.

Mittlerweile das dritte Buch was ich gleichzeitig lese: Deutschland schafft sich ab (je nach Lust und Laune), Imperial Bedroom (vor dem Schlafen gehen) und jetzt noch mein neues Buch (zwischendurch)…

Kunstwochenende…

Das letzte Wochenende hatte ich der Kunst gewidmet:

Am Samstag ging es hinter Hanau, um einen Freund auf der Bühne zu ‚bewundern‘. Die drei Stunden vergingen wie im Fluge und überraschenderweise habe ich (fast) alles verstanden was da gesprochen hat – so ein hessisches Mundarttheaterstück ist nicht wirklich einfach, doch die acht Jahre in Frankfurt haben ihre Wirkung gezeigt.

Am Sonntag ging es erstmal bei Freunden brunchen. Später, mit vollen Magen, habe ich mir im MMk die Ausstellung „Not in Fashion“ angeschaut: Mode und Fotografie aus den 90er – und da ich (nahezu) alles verschlinge was mit Fotos zu tun hat, vergingen im Museum die Stunden wie im Fluge. Hätte das Museum nicht geschlossen, würde ich wahrscheinlich heute noch da sein.

Die Austellung ist auf alle Fälle empfehlenswert – allerdings würde ich keine Kinder mitnehmen, da einige Bilder ein wenig mehr als nur erotisch sind. Auf alle Fälle werde ich Ausstellung noch ein zweites Mal besuchen. 500 Bilder sind einfach zu viel um diese richtig zu genießen.

Und schon war das Wochenende fast vorbei und ich auf der Couch. Bei einem Glas südafrikanischen Shiraz habe dann noch ein wenig aus ‚Deutschland schafft sich ab‘ gelesen und Musik gehört…

Eindrücke von der Frankfurter Buchmesse 2010

Bei traumhaften Wetter habe ich auch dieses Jahr die  Frankfurter Buchmesse besucht.

Leider habe ich vom Ehrengast Argentinien kaum was mitbekommen (mag auch daran gelegen haben, dass im Freigelände keine Show oder ähnliches aufgeführt wurde), was trotzdem kein Beinbruch war, da auch so genug Abwechslung geboten wurde: Sei es Politiker, Gäste und Autoren oder einfach nur die Millionen von Bücher.

Und gerade weil es so viel Bücher auf einer Buchmesse gibt, habe ich mich bei den Bildern mehr auf andere Objekte beschränkt:

So wenig Worte und doch so aussagekräftig…

Handy wie Bombe
nachricht vom tod
taste
weg

Aus: Michael Lentz „Offene Unruh“ 100 Liebesgedichte.

Ich finde diese Worte so unglaublich lyrisch. Wie oft ich schon unangenehme SMS (Nachricht vom Tod) bekommen habe, kann ich nicht mehr zählen, und (fast) jedes Mal habe ich gleiche Prozedur vorgenommen: Löschtaste gedrückt und für immer war der „Tod“ weg – doch das schlechte Gefühl blieb noch eine Weile länger…

Neue Vahr Süd

Als großer Fan von Herrn Lehmann habe ich heute die Chance genutzt und bin durch sein Viertel, Neue Vahr Süd, gelaufen.

Ich muss gestehen, dass ich eher durch Zufall in diesen Bremer Viertel gelandet bin. Auf der Suche nach einer Jogging-Strecke in der Nähe meines Hotels, sah ich das Fahrradschild mit der Aufschrift „Neue Vahr Süd“ und da ist mir sofort Frank Lehmann durch den Kopf geschossen. Auch die Entfernung von zwei Kilometer entsprach meines angepeilten Laufpensum: ca. 5 Kilometer.

Doch zum Schluß wurden es doch fast sieben Kilometer. Die Faktoren waren einfach ideal: kein Wind, kein Regen, nicht zu kalt, kurz: gutes Laufwetter. Und die Chance ein Roman auch im realen Leben zu erlaufen motivierten mich zusätzlich.

Weitere Details zum Lauf liefert, dank iPhone, Runkeeper.com. Nur schade, dass ich das Buch „Neue Vahr Süd“ nicht dabei habe, sonst würde ich die Adresse von Herrn Lehmanns Eltern raus suchen und sie besuchen…

Hummeldumm

Auf den Weg an den Bodensee habe ich mir das neue Buch Hummeldumm von Tommy Jaud gegönnt.

Es ist mein erstes Buch von Tommy Jaud und kann deswegen kein Vergleich zu seinen vorherigen Werken ziehen. Das Buch ist leicht zu lesen und zu verstehen. Keine komplizierte Passagen verderben einem den Lesefluss.

In einigen  Passagen habe ich mich sogar selber entdeckt. Zum Beispiel, wo sich die Freundin Sina darüber aufregt, dass der Matze immer auf seinem iPhone herumtippt.

In nicht mal zwei Tagen hatte ich die knapp 300 Seiten durch. Langeweile kam kaum auf. Ich konnte mich gut in Matzes Situation rein versetzen und auch seine Handlungen verstehen. OK, fast all seine Handlungen, nur zwei Stichwörter: Schrank und Rucksack!

Allerdings wurde es am Ende doch ein wenig zu kitschig und übertrieben. Ein paar Sätze weniger über den Versuch den Guide zurück zu holen und dafür mehr über das tolle Land Namibia wäre für mein Geschmack besser gewesen.

Mehr verrate ich jetzt nicht. Das Buch kann ich jedem empfehlen, der leichte Kost für zwischendurch sucht. Die knapp 300 Seiten hat man an einem Wochenende, in meinem Fall inklusive Hinfahrt mit dem Zug, durch.

Für die Rückfahrt nach Frankfurt musste dann ein schweres Buch (nicht vom Gewicht her) herhalten, an dem ich immer wieder lese: „Die Welt ohne uns“ von Alan Weisman – dazu mehr in den nächsten Tagen…