Kunst

Romain Gavras: M.I.A – Born Free

Erst auf den zweiten Blick erkennt man diesem Film/ Videoclip den rassistischen Hintergrund: alle rothaarigen Personen werden aufgegriffen und in (wortwortlich) in die Wüste geschickt, exekutiert und durch ein Minenfeld gejagt.

Das Video ist harte Kost, nichts für schwache Nerven und soll provoziert. Und die Provokation hat geklappt: die größte Suchplattform der Welt, die gerade wegen Zensur aus China raus ist, hat das Video aus dem eigenen Videoportal genommen.

Eins ist klar, die gezeigte Gewalt findet tagtäglich statt. Sei es in der USA (wie im Video) oder in Deutschland (bei den Maikrawalle). Es ist ein Teufelskreis: Auf Gewalt wird heute (leider) mit Gewalt geantwortet, wie man auch im Video sehen kann. Der Grund dafür ist auch leicht zu finden: in den letzten Jahren gibt es nur Versprechungen (egal ob aus der Politik oder der Wirtschaft), die nie bzw. kaum umgesetzt werden…

Kunst am Morgen…

Um die Uhrzeit, wenn ich jogge, trifft man, meistens, die gleichen Leute, die am Main joggen, spazieren oder den Hund ausführen. Meistens grüßt man sich dann auch, da man sich kennt (obwohl es die letzte Zeit immer seltener wird – Schade!).

Doch heute, kurz vor dem Eisernen Steg, war ein neues Gesicht unterwegs. Wie ich, hört auch er beim Laufen Musik, deswegen ist er mir sofort aufgefallen. Aber ein paar kleine, feine Unterschiede gibt es schon:
=> er ist nur zweidimensional
=> er scheint seinen Player verloren zu haben – und das wird wohl auch der Grund sein für
=> die großen Schritte, die er macht.

Ich stehe ja total auf diese Art Kunst, vor allem wenn sie gut gemacht ist und auch eine Geschichte dahinter steckt. Ich sehe in diesem Kunstwerk eine Hommage an die Läufer am Main und am fehlenden Player ein Hinweis, dass man sich beim Laufen nicht abkapseln soll.

Trotzdem werde ich weiterhin mit Musik laufen, aber vielleicht ab und zu einfach ausschalten.

Weitere Details vom Lauf gibt es, wie gewohnt, bei Runkeeper.com…

Night & Day…

Freitag und Samstag Nacht habe ich damit verbracht die Luminale 2010 digital einzufangen – was dieses Jahr (leider) nicht so einfach war! Wirkliche Highlights gab es, gegenüber den Vorjahren, nicht wirklich. Was auch ein kleiner Vorteil war, denn die wenigen „Highlights“ waren – nach meiner Meinung – konzentriert am Rechneigrabenweiher in der Wallanlage zu finden, was bei einem Marschgewicht von fast zehn Kilogramm (ca. vier Kilogramm die Kamera + Objektive, nochmals ca. vier Kilogramm das Stativ und eine große Flasche Mineralwasser) von Vorteil war.

Dafür habe ich den Sonntag tagsüber im Garten verbracht und habe meinen ersten Sonnenbad dieses Jahr in Deutschland genommen (der erste wirkliche Sonnenbad war schon Anfang bis Mitte Januar in Südafrika) und sogar ein wenig Farbe wieder bekommen. Doch die Farbe hat einige Kraft gekostet. Im Garten bin ich nicht nur faul gewesen, es musste auch noch was gemacht werden: Unkraut jäten, umgraben und säen.

Und zum Schluß noch ein paar Bilder von der Luminale 2010: