Frankfurt

„Und? Was hast Du besonderes am Wochenende erlebt?“

„Ich habe die Fanta 4 in der Festhalle gehört und Spaß gehabt…“, war meine Antwort.

Ich habe kein Album oder eine Single von Fanta 4, doch ich höre sie gern im Radio und so verbrachte ich den Samstagabend, in der Festhalle, mit den vier Jungs. Ich würde mal behaupten, dass die Festhalle nicht ausverkauft war. Ich würde auch behaupten, dass die Bühnen- und Lichtshow ziemlich cool war und ich würde behaupten, dass die Jungs viel Spaß hatten – sonst wäre einer von denen nicht auf die Idee gekommen ein Stage Diving zu machen (ich kann nicht sagen wer, da ich die Jungs nicht wirklich kenne).

Und ich würde behaupten, dass es mir auch sehr viel Spaß gemacht hat, obwohl die Akustik in der Festhalle ziemlich schlecht war. Doch meine Freunde und die tolle Atmosphäre haben dieses Manko ausgeglichen. Anbei sind noch ein paar Bilder, die ich mit dem iPhone gemacht habe (also, nicht die beste Qualität):

Neun Jahre her…

Vor neun Jahren wurde der Welt einer der schönsten Skyline genommen und durch einen hässlichen Krieg ersetzt.
Vor neun Jahren wurde klar, wie gefährlich eine kleine Gruppe Fundamentalisten für die ganze Menschheitsein kann.
Vor neun Jahren wurden neue Gesetze (Überwachung, Reisen etc) wegen ein paar Idioten erstellt und die Freiheiten eingeschränkt.
Vor neun Jahren haben sich die Idioten für New York entschieden und nicht für eine andere Stadt. Sonst könnte Frankfurt vielleicht heute so aussehen:

Taxigeflüster…

„Unglaublich, die Clubs von heute“, meint der ältere Taxifahrer zu mir.

„Ich arbeite schon seit unzähligen Jahren als Taxifahrer in Frankfurt und immer öfters höre ich Geschichten, dass sogar hübsche Mädels nicht in die Clubs reinkommen. Gerade eben hatte ich solche Zwei. Jung, blong, kurze Röckchen und flache Schuhe. Und wegen den Schuhen sind sie in einen Frankfurter Club nicht reingekommen. Ohne High-Heels, kein Eintritt, meinte der Türsteher zu ihnen.“

Und bevor ich antworten konnte war ich dann auch schon an mein Ziel angekommen.

Vielleicht haben die jungen, blonden Frauen auch nur das falsche Lokal oder Party aufgesucht…

Vorzeichen…

Es gab genug Vorzeichen, doch ich wollte diese einfach nicht verstehen:

Es fing schon damit an, dass ich meine neue Bahncard nicht dabei hatte, doch ein Anruf bei der Hotline und das Problem war aus der Welt geschafft (mir wurde eine vorläufige Bahncard austgestellt, die ich ohne Probleme am Automaten ausdrucken konnte).

Voller Vorfreude machte ich pünktliche Feierabend und Richtung Hauptbahnhof auf. Dort angekommen wollte ich mein Ticket lösen und ein Sitzplatz reservieren (drei Stunden im Zug stehen ist einfach nicht mein Ding): Sitzplatzreservierung nicht möglich. Andere Verbindung gesucht: Reservierung nicht möglich. Eine spätere Verbindung: Resevierung nicht möglich.

Völlig genervt war ich kurz davor ein Ticket ohne Sitzplatzreservierung zu lösen, da fiel mir noch die Alternative iPhone, die App „DB Navigator“ (iTunes-Link) und Handy-Ticket ein. Und da traf mich der Schlag: die ersten zwei Verbindung hatten schon eine Verspätung von 120 Minuten – anstatt 16:50 Uhr wäre ich erst um 18:50 Uhr aus Frankfurt gestartet. Die andere Verbindung war mit zu heiß, da ich nur sechs Minuten für das Umsteigen hätte – und die Bahn konnte wegen einer Baustelle auf der Strecke nicht garantieren, dass der Zug pünktlich in Frankfurt ankommen würde. Mitten in der Nacht irgendwo im tiefsten Schwarzwald hängen zu bleiben wollte ich auch nicht.

So bin ich anstatt am Bodensee zu fahren hier in Frankfurt geblieben. Was nicht die schlechteste Wahl ist, denn am Bodensee ist das Wetter noch schlechter als hier – und in Zukunft werde ich ein wenig mehr auf Vorzeichen achten, denn genug waren ja da: Bahncard vergessen, Sitzplatzreservierungen nicht möglich und die Wettervorhersage für den Bodensee kannte ich auch schon seit ein paar Tagen…

Sport im Urlaub und danach

Auch während meinem Urlaub in Frankreich habe ich versucht ein paar Laufeinheiten zu machen – und es hat sogar an zwei Tagen geklappt.

Die erste und zweite Einheit war am gleichen Tag und führte auf der Landstraße von Vers nach St. Gery. Laut Verkehrsschilder waren es knapp fünf Kilometer hin und nochmals fünf Kilometer zurück. Laut iPhone und GPS waren es nur knapp 4.6 km pro Strecke. Mehr Details zu diesen Läufen gibt es bei Runkeeper (Lauf 1 und Lauf 2).

Die dritte Einheit war dann auf einem Trimm-Dich-Pfad in Cahors. Bei diesem Lauf ist nur noch eine Schätzung möglich. Nach 1.7 km hat mein iPhone den GPS-Kontakt verloren, doch laut der gelaufen Zeit müssten es ca. 5.5 km gewesen sein (dazu auch mehr bei Runkeeper.com).

Zurück aus dem Urlaub machte ich dann auch gleich den Main unsicher: die ersten Kilometer mit meiner Laufpartnerin und die letzten Kilometer mit meiner Ex-Nachbarin. Was gibt es schöneres als morgens mit zwei Frauen, am Main, zu joggen und fast zehn Kilometer zu laufen – auch hier gibt es die Details bei Runkeeper.com

Fuckin…

So oft wie gestern Abend habe ich Wörter mit den Anfangsbuchstaben „Fuck“ wohl noch nie gehört!

Gestern war es endlich so weit und „The Prodigy“ sind in der Jahrhunderthalle aufgetreten.

Schon der DJ (oder war es eine DJane) hat das Publikum gut eingeheizt und als dann kurz nach 9 Uhr die Jungs auf die Bühne gekommen sind, war die Meute (und natürlich auch ich) nicht mehr zu halten! Es wurden Lieder aus allen Alben gespielt. Ohne Unterbrechung ging es von einem Lied zum nächste, von einem Album zum nächsten.

Nach knapp 60 Minuten sind die Jungs kurz von der Bühne, um dann – nach lauten Zugabe-Rufen – wieder über 30 Minuten auf der Bühne zu rocken und eine Musik-Explosion nach der nächsten zu zünden. Bei „Smack My Bitch Up“ war dann das Publik nicht mehr zu halten.

Nach knapp 90 Minuten (inkl. Zugabe) war dann alles vorbei. Geile Stimmung, geiles Publikum und komplett durchgeschwitzt machte ich mich dann auch Richtung Heimat wieder auf.

Auf alle Fälle eines der besten Konzerte, die ich in letzter Zeit besucht habe. Ich freue mich schon auf das nächste Album und Konzert (hoffentlich nicht erst wieder in fünf Jahren)…

Blauer Himmel

Heute war definitiv der, bis dato, schönste Tag des Jahres: Sonne satt, keine Wolken am blauen Himmel und, dank dem Vulkanausbruch auf Island, nicht mal ein Kondesstreifen oder Flugzeug am Himmel.

Bei deisem traumhaften Wetter haben wir auch die meiste Zeit im Garten verbracht, und dort ist mir dann auch der nächste Vorteil aufgefallen: Kein Fluglärm.

Ich frage mich, wann Frankfurt das letzte Mal in den Genuss dieser „Stille“ gekommen ist? Und wann der Frankfurter Himmel das letzte Mal so leer war (nur ein paar kleine Propellerflieger und Hubschrauber waren in der Luft)? Auf alle Fälle vor meiner Zeit in Frankfurt.

Nach der Gartenarbeit habe ich mich mit meiner Kamera aufgemacht um diesen leeren Himmel fest zu halten – und der Sonnenuntergang über unsere wunderschöne Skyline, inklusive Mondsichel, war das i-Tüpfelchen:

Sonnenuntergang Frankfurter Skyline

Wer heute die Chance verpasst hat den flugzeugfreien Himmel über Frankfurt zu fotografieren/ bewundern, hat morgen früh auf alle Fälle noch die Möglichkeit. Denn die Flugsicherung hat bis Sonntag mindestens 14 Uhr (letzte Nachricht) den Flugverkehr über Deutschland (und größe Teile Europas) lahm gelegt.