Waldstadion

Ich bin kein SGE-Fan mehr!

Das ist wohl die Höhe und der berühmte Tropfen, der bei mir den Faß zum überlaufen gebracht hat:

<…Nach dem erlösenden Erfolg haben sich die Frankfurter Spieler übrigens dieses Mal das Bad in der Fankurve gespart. Mit voller Absicht. „Die Mannschaft war sehr enttäuscht, wie sie nach der Niederlage gegen Freiburg behandelt wurde“, sagte Skibbe stellvertretend für sein Team. Vor einer Woche setzte es nach dem 0:1 ein ordentliches Pfeifkonzert. „Da sind außerdem harte Worte gefallen“, erzählte Skibbe. „Die Mannschaft ist zu Unrecht abgestraft worden, deshalb haben wir darauf verzichtet, die Welle zu machen.“…> (Interview aus der Frankfurter Rundschau, 26/10/2010).

Das ist wohl keine Art von Profispieler! Wenn ich eine schlechte Leistung liefere muss ich mich nicht wundern, wenn mein Kunde mich abstraft. Und so sehe ich es auch bei Eintracht: wenn sie eine schlechte Leistung liefern, müssen sie dazu stehen können und nicht die beleidigte Diva spielen.

In diesem Sinne „Viel Spaß mit einen Fan weniger“. Immerhin spare ich mir jetzt ca. 40 EUR pro Stadionbesuch…

SGE: Jungs, ich bin von euch enttäuscht!!!

Nein, am Ergebnis lag es diesmal nicht, denn die Eintracht hat es geschafft zwei Tore zu schießen und die Nürnberger mit null Toren nach Hause zu schicken.

Nein, es lag auch nicht am Spiel selbst – obwohl es zeitweise höllisch langweilig war und die ersten 15 Minuten der zweiten Halbzeit zum Haare raufen waren. Es fehlte nicht viel und die Nürnberger hätten den Ausgleich geschosschen. Die restliche Zeit der zweiten Halbzeit war eher Stehfußball, doch die Leistung reichte noch für ein zweites Tor.

Meine Enttäuschung kommt vom Verhalten der Eintracht-Jungs! Nach dem Sieg haben die sich kaum benüht in die Fankurve zu kommen und sich bei uns, den Fans, zu bedanken – und mit uns ein paar Minuten zu verbringen. Bis auf ein paar Winkeinheiten und kurzes Klatschen kurz vor der Mittelfeldlinie war nichts von Dankbarkeit an den Fans zu sehen.

Das ist wirklich die unterste Schublade!

Vor allem nach dem Aufruf des Trainers: „Brauchen jetzt die Fans!“ (Link zum Interview) hätte die Fans mehr verdient: „Brauchen jetzt die Spieler! Um mit diesen den Sieg zu feiern…“, zum Beispiel.

Ich mache mal gute Miene zum bosen Spiel (der SGE-Jungs) und freue mich über die nächsten drei Punkte – fehlen nur noch 44 Punkte zum gesetzten Ziel.

Ein paar Eindrücke aus dem Stadion habe ich auch mitgebracht:

SGE vs. Chelsea 2:1

Dieses tolle Wochenende konnte nicht besser zu Ende gehen: Die Eintracht hat die Engländer, um genauer zu sein Chelsea, als Verlierer nach Hause geschickt. Ist ja noch nicht so lange her, dass die Engländer von der deutschen Nationalmannschaft als Verlierer nach Hause geschickt wurden, jetzt hat es auch die Eintracht gemacht – doch zurück an den Anfang.

Freitag ging es los mit einem Besuch beim Frisör. 30 Minuten und ein paar Lacher, sowie Spaß später habe ich den Laden mit einen sehr schicken Kurzhaarschnitt verlassen.

Samstag war dann unsere Gartenparty angesagt: Fleisch vom Grill, Salat aus dem Garten, Eingelegtes aus Italien und  Wein aus dem Rheingau. Sogar das Wetter spielte mit. Endlich wieder über 30 Grad und mehr Sonne als Wolken. So nutzte ich mein Mittagsschläfchen nicht nur zur Erholung, auch mein Teint wurde wieder aufgefrischt.

Sonntag war dann erstmal ausschlafen angesagt. Voll ausgeruht und tiefenentspannt machte ich mich dann mit Thomas und Joost vom Südbahnhof, mit dem Bus, Richtung Waldstadion auf (nur das Bier für die Busfahrt fehlte) und damit bin ich wieder am Anfang meines Beitrags.

Das Freunschaftsspiel zwischen der Eintracht und Chelsea war, bis auf wenige Minuten, eher ein müder Kick. Chelsea machte zeitweise den Eindruck ohne Motivation und Lust auf den Feld zu stehen. Die Eintracht war im Gegensatz zu Chelsea richtig motiviert und scharf auf den Sieg. Gewitzt und frech präsentierte sich die Eintracht. Wirkliche Torchancen erspielten sich allerdings beide Mannschaften nicht. Aber das Mindestziel wurde erreicht: Die Eintracht siegte mit einen Tor mehr gegen Chelsea, fast hätten es sogar zwei sein können – doch Halil scheiterte an sich selber und zielte auf den Chelsea-Abwehspieler anstelle vom leeren Tor.

1:0 Ochs (25. Minute)
1:1 Lambard (64. Minute)
2:1 Altintop (83. Minute, Foulelfmeter)

Nicht nur die Chelsea war heute zu Besuch in Frankfurt, auch Wladimir Klitschko schaute sich schon vorab die Stätte seines Kampfes (am 11. September 2010) an- und drückte der Eintracht die Daumen.